Häufig gestellte Fragen

1. Fragen zu den Hintergründen

Ja. Gerade in der Stromversorgung kommen grosse Herausforderungen auf die Energieversorger zu, welche kleine Unternehmungen wie jene von Meilen und Uetikon nicht gut alleine stemmen können. Um die Strom- und Wasserversorgung in Zukunft weiterhin mitgestalten zu können, ist ein Zusammenschluss mehrerer Gemeinden nötig.

Uetiker und Meilemer Kunden können auch in Zukunft damit rechnen im schweizweiten Vergleich gute Preise und eine kundennahe Versorgung zu haben. Die Versorgung bleibt weiterhin ihr ihren Händen und die lokalen Interessen können gewahrt werden.
Gemeinsam kann die Versorgungssicherheit und Qualität auch in Zukunft gewährleistet werden.

Durch die Energiewende wir die Versorgung komplexer. Dezentrale Energieproduktion macht die Versorgung anfälliger und der Ausbau von SmartMetering ist sehr aufwändig.
Ausserdem muss für die Digitalisierung der Strom- und Wasserversorgung und den Aufbau intelligenter Netze (SmartGrid) neues Knowhow aufgebaut werden.

Die Werke von Uetikon und Meilen wurden beide 2001 verselbständigt.
Beide beziehen Wasser aus dem Seewasserwerk, der Wasserversorgung Goldingen Meilen und haben eigene Quellen. Seit einigen Jahren beschaffen beide Ihre Energie gemeinsam über iStrom.
Seit dem 01. Januar 2017 stellen sie gemeinsam die Versorgung von Meilen und Uetikon sicher.

Die Zusammenarbeit welche seit Anfang 2017 operativ ist funktioniert sehr gut und hat viele Vorteile. Mit einem Zusammenschluss kann aber noch viel mehr einfacher und effizienter gemacht werden. So muss in Zukunft nur noch ein Geschäftsabschluss erstellt werden statt deren drei und das aufwändige Reporting zuhanden der Regulatoren müsste nur noch einmal erfolgen.

Eine „notwendige“ Grösse für Versorgungsunternehmen ist kaum festzulegen. Die iNFRA wäre aber sicherlich kein grosses Unternehmen und wäre weiterhin auf Partnerschaften angewiesen . Im regionalen Markt und in Bezug auf die Netzinfrastruktur ergeben sich aber bereits mit diesem Zusammenschluss relevante Vorteile, in dem vor allem bestehende Doppelspurigkeiten abgebaut und die parallele Infrastrukturen vermieden werden können. Aus Sicht der iNFRA soll es daher auch möglich sein, nach dem vorliegenden Modell weitere Zusammenschlüsse in der Region bei Bedarf zu prüfen.

Nein, aktuell sind keine weiteren Zusammenschlüsse in Planung. Die Entwicklung der iNFRA soll nachhaltig sein und der Realisierung aller Vorteile aus dem Zusammenschluss von Meilen und Uetikon wird einige Jahre benötigen. Die iNFRA ist aber gemäss der Eigentümerstrategie der Gemeinden Meilen und Uetikon offen für weitere Partner in der Region, welche die Strom- und Wasserversorgung einbringen und sich an der iNFRA beteiligen möchten. Zu einer solchen Erweiterung müssen aber wiederum die Stimmbevölkerung in allen beteiligten Gemeinden einverstanden sein. Die demokratische Kontrolle der Weiterentwicklung der iNFRA ist dadurch sichergestellt.

2. Fragen Gemeinde Meilen

Die Gemeinde Meilen kann mit dem Zusammenschluss ihre Eigenständigkeit und Selbstbestimmung in der Strom – und Wasserversorgung erhalten und stärken. Damit sichert sie sich die erfolgreiche Erfüllung der öffentlichen Aufgaben.

Durch den Zusammenschluss bleibt die Nähe zum Unternehmen erhalten und und Ihre Mitsprache und Vertretung im Verwaltungsrat ist weiterhin gesichert.

Damit können lokale und regionale Interessen gewahrt werden und die Wertschöpfung  und der Einbezug des lokalen Gewerbes in der Region gesichert werden.

Sie behält Grundeigentum und Quellrechte in Meilen in ihren Händen.

Mit dem Zusammenschluss mit den Versorgungsbetrieben von Uetikon wird die Versorgung von Meilen zukunftssicherer und stabiler.

Die Gemeinden Uetikon und Meilen. Die Beteiligung von Uetikon wird ca 23% betragen., diejenige von Meilen 77%. Die genaue Höhe der Beteiligung wird erst mit dem Geschäftsabschluss 2018 feststehen.

Für den Zusammenschluss werden keine Steuergelder beansprucht. Die Projektkosten werden durch die Gesellschaften getragen.

Nein. Das Seewasserwerk gehöht nicht der EWM AG, sondern dem “Zweckverband SWW Meilen, Herrliberg, Egg” bei welchem die Gemeinde Meilen beteiligt ist. In iNFRA wird wie die EWM AG heute, die Geschäftsführung und den Betrieb sicherstellen. Wie bisher werden Meilen und Uetikon Wasser aus dem Seewasserwerk beziehen können.

Quellrechte und Grundstücke sind nicht Teil des Zusammenschlusses. Sie werden, soweit dies nicht bereits so ist, vor dem Zusammenschluss ausgelagert oder der Gemeinde übertragen.

Grundstücke und Liegenschaften sind nicht Teil des Zusammenschlusses. Sie bleiben weiterhin zu 100% im Besitz der Gemeinde Meilen und werden vor dem Zusammenschluss ausgelagert.

3. Fragen Gemeinde Uetikon

Die Gemeinde Uetikon ist mit einem Anteil von rund 23% Minderheitsäktionärin der iNFRA.  Um ihr ein faires Mitspracherecht zu sichern sind im Aktionärsbindungsvertrag  und den Statuten Vorkehrungen getroffen worden.

Wichtige Entscheide bedürfen Einstimmigkeit
– Statutenänderungen
– Liquidation
– Veränderungen der Dividendenpolitik

Ausserdem kann jede Gemeinde nur einen Vertreter im Verwaltungsrat benennen

Zudem müssen im Verwaltungsrat wichtige Entscheidungen wie das Ändern des Organisationsreglementes einstimmig sein.

Nein. Das Glasfasernetz von Meilen wurde von der EWM AG gebaut und ist nicht Teil des Zusammenschlusses.

Quellrechte und Grundstücke sind nicht Teil des Zusammenschlusses. Sie werden, soweit dies nicht bereits so ist, vor dem Zusammenschluss ausgelagert oder der Gemeinde übertragen.

Die Gemeinde Uetikon kann mit dem Zusammenschluss ihre Eigenständigkeit und Selbstbestimmung in der Strom – und Wasserversorgung erhalten und stärken. Damit sichert sie sich die erfolgreiche Erfüllung der öffentlichen Aufgaben.

Durch den Zusammenschluss bleibt die Nähe zum Unternehmen erhalten und und Ihre Mitsprache und Vertretung im Verwaltungsrat ist weiterhin gesichert.

Damit können lokale und regionale Interessen gewahrt werden und die Wertschöpfung  und der Einbezug des lokalen Gewerbes in der Region gesichert werden.

Sie behält Grundeigentum und Quellrechte in Uetikon in ihren Händen.

Mit dem Zusammenschluss mit den Versorgungsbetrieben von Meilen wird die Versorgung von Uetikon zukunftssicherer und stabiler.

4. Fragen zur Umsetzung

Die Preise von Meilen und Uetikon sind zum Teil bereits heute gleich, wie zum Beispiel die Energiepreise für Privatkunden. Der Zusammenarbeit sieht eine schrittweise Angleichung der Preise innert fünf Jahren vor.

Nein. Die Mitarbeitenden der Energie und der Wasser Uetikon wurden bereits Anfang 2017 von der Energie und Wasser Meilen angestellt. Gemeinsam mit ihren Meilemer Kollegen stellen Sie seither die Versorgung beider Gemeinden sicher.

Für den Zusammenschluss werden keine Steuergelder beansprucht. Die Projektkosten werden durch die Gesellschaften getragen.

Falls die Vorlage an der Urne angenommen wird, kann die iNFRA auf den
01. Januar 2019 gegründet werden. Da die heutigen Gesellschaften zuerst ihren ordentlichen Abschluss 2018 fertigstellen müssen, wird der Zusammenschluss erst im 2. Quartal 2019, rückwirkend auf den 01.01.19 erfolgen.

Damit beide Gemeinden dieselben Voraussetzungen für den Zusammenschluss haben ist das Glasfasernetz von Meilen nicht Teil des Zusammenschlusses. Es bleibt weiterhin zu 100% im Besitz der Gemeinde Meilen. Der Telecom-Betrieb wird aber weiterhin gemeinsam mit Herrliberg sichergestellt, welches auch ein Glasfasernetz besitzt.

Nein. Das Glasfasernetz von Meilen wurde von der EWM AG gebaut und ist nicht Teil des Zusammenschlusses.

Nein. Das Seewasserwerk gehöht nicht der EWM AG, sondern dem “Zweckverband SWW Meilen, Herrliberg, Egg” bei welchem die Gemeinde Meilen beteiligt ist. In iNFRA wird wie die EWM AG heute, die Geschäftsführung und den Betrieb sicherstellen. Wie bisher werden Meilen und Uetikon Wasser aus dem Seewasserwerk beziehen können.

Quellrechte und Grundstücke sind nicht Teil des Zusammenschlusses. Sie werden, soweit dies nicht bereits so ist, vor dem Zusammenschluss ausgelagert oder der Gemeinde übertragen.

Damit würde einmalige Chance wird verpasst. Eine weitere  Zusammenarbeit auf vertraglicher Ebene müsste durch die Unternehmen geprüft werden.

Ja. Die Zusammenarbeit ist aber langfristiger Natur und kann deshalb erst nach 15 Jahren ordentlich gekündigt werden.  Dazu ist eine Urnenabstimmung nötig.  Im Falle von groben Verletzungen der Aufgabenerfüllung, kann die Zusammenarbeit aber auch früher aufgelöst werden.

In jedem Fall ist aber sichergestellt, dass die betroffene Gemeinde im Austrittsfall die Versorgungsanlagen auf ihrem Gemeindegebiet wieder zurückerhält.

Nein. Die Aufgabenübertragung und der Gesellschaftszweck sind beschränkt auf die Energie- und Wasserversorgung. Daneben darf die INFRA lediglich die Erzeugung bzw. Gewinnung, Beschaffung, Verarbeitung, Speicherung, Übertragung und Verteilung von Energie und Wasser betreiben.

Weitere neue Geschäftsfelder würden eine Anpassung der IKV und damit Urnenabstimmungen voraussetzen.

Grundsätzlich ja, dies ist aber zur Zeit nicht vorgesehen. Die Mehrheit der iNFRA muss jedoch zwingend in öffentlicher Hand bleiben.

Die Zusammenarbeit lässt einen Zusammenschluss mit einer Strom- und Wasserversorgung einer dritten Gemeinde zu. Dies muss jedoch von beiden Gemeinden an der Urne verabschiedet werden.

5. Fragen zur iNFRA

Die betriebliche Zusammenarbeit hat bereits begonnen. Wenn die Abstimmungsvorlage angenommen wird, werden die Gesellschaften im Verlauf des Jahres 2019 rückwirkend auf den 1. Januar zusammengeschlossen.

Die Preise von Meilen und Uetikon sind zum Teil bereits heute gleich, wie zum Beispiel die Energiepreise für Privatkunden. Der Zusammenarbeit sieht eine schrittweise Angleichung der Preise innert fünf Jahren vor.

Das Preisniveau von Meilen und Uetikon heute sehr ähnlich und im schweizerischen Durchschnitt eher tief. Das Tarifsystem der iNFRA wird eine Mischung der heutigen Gebührensysteme von Uetikon und Meilen sein. Die Umstellung kann dazu führen, dass die Kosten für einzelne Kunden leicht tiefer und für andere leicht höher ausfallen. Leider ist davon auszugehen, dass die Strompreise in den nächsten Jahren europaweit ansteigen. Ziel der Zusammenarbeit ist es dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

„Infrastruktur Zürichsee AG“ oder kurz „iNFRA“

Nichts. Sämtliche Leistungen werden weiterhin von einem gemeinsamen Team erbracht. Dadurch wird es möglich sein in Zukunft noch besser auf Kundebedürfnisse einzugehen und gleichzeitig effizienter zu werden.

An der Schulhausstrasse 18 in Meilen, dem heutigen Standort der EWM AG. Im Gemeindehaus von Uetikon können weiterhin Auskünfte eingeholt und einfache Geschäfte wie Adressänderungen getätigt werden.

Falls die Vorlage an der Urne angenommen wird, kann die iNFRA auf den
01. Januar 2019 gegründet werden. Da die heutigen Gesellschaften zuerst ihren ordentlichen Abschluss 2018 fertigstellen müssen, wird der Zusammenschluss erst im 2. Quartal 2019, rückwirkend auf den 01.01.19 erfolgen.

Die iNFRA wird wie die heutigen Gesellschaften eng mit dem lokalen Gewerbe zusammenarbeiten. Dadurch wird alles beim Alten bleiben.

Der Personalbestand bleibt bei 40 Mitarbeitenden welche 35 Vollzeitstellen besetzen unverändert.

Der Verwaltungsrat setzt sich wie folgt zusammen:

  • Felix Krämer, Präsident
  • Christian Schucan, Vertreter Gemeinde Uetikon
  • Peter Jenny, Vertreter Gemeinde Meilen
  • Dario Bonomo, Mitglied
  • Matthias Hauser, Mitglied
  • Roland Schmid, Mitglied
  • Urs Zurfluh, Mitglied